Kreisleitstelle Gütersloh

Nur die Ruhe bewahren: Kommandozentrale Leitstelle
Die Kreisleitstelle ist erst seit 1995 bei der Feuerwehr in der Friedrich-Ebert-Straße in Gütersloh untergebracht, davor war sie in Halle beheimatet. Träger der Leitstelle ist der Kreis Gütersloh, er ist zu ihrer Einrichtung gesetzlich verpflichtet. Die erforderliche personelle Besatzung der Leitstelle allerdings wird von der Stadt Gütersloh bzw. deren hauptamtlicher Feuerwehr bereitgestellt und eingeteilt. Die Leitstelle des Kreises Gütersloh ist eine ständig besetzte Einrichtung zur Annahme von Meldungen sowie zum Alarmieren, Koordinieren und Lenken von Einsatzkräften. Sie ist zuständig als sogenannte "Integrierte Leitstelle" für den Brandschutz, Katastrophenschutz und Rettungsdienst des Kreises Gütersloh. Für die Bevölkerung ist die Leitstelle über die Notrufnummern der zentrale Ansprechpartner, um in Notsituationen Hilfe herbeizurufen.


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Hier werden ca 40.000 Einsätze im Jahr koordiniert, bei denen neben den Feuerwehren des Kreises auch der Rettungsdienst täglich zum Einsatz kommt. Und falls Verstärkung von benachbarten Feuerwehren angefordert werden muss, geschieht dies ebenfalls von der Leitstelle aus


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Im vergangenen Jahr wurde die Leitstelle erweitert. Insbesondere bei Großeinsätzen oder besonderen Lagen ist so, neben der Einsatzbewältigung vor Ort, eine rückwärtige Unterstützung der Einsatzleitung durch einen Einsatzstab in der Leitstelle möglich.

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Zwei Männer telefonieren gerade, sonst ist es sehr still im Raum. Hier glaubt man, die Sicherheit schon hören zu können. Die Leitstelle sieht wie eine Kommandozentrale aus.


Im Jahr 2001 wurden fünf zusätzliche Telefon-Arbeitsplätze eingerichtet, insgesamt stehen nun neun zur Verfügung. Der Raum ist etwas abgedunkelt, nur die Arbeitseinheiten sind beleuchtet: Konzentration auf das Wesentliche. Geht ein Notruf ein, befragt der Disponent, ein Feuerwehrmann und Rettungsassistent mit Berufserfahrung und Spezialausbildung für diesen Job, den Anrufer routinemäßig. Alle Einsatzentscheidungen werden schon während des Telefonats in den Einsatzleitrechner eingegeben. Der Disponent sieht auf einem zweiten Bildschirm zugleich, welche Fahrzeuge bereits unterwegs sind und welche noch zur Verfügung stehen.

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Hauptbrandmeister Olaf Knop (Systemadministrator): "Viele Menschen wissen nicht, was oder wie präzise sie im Notfall Details mitteilen müssen. Also fragen wir alles genau ab." Ausnahmen bestätigen allerdings die Regel, so wie kürzlich das siebenjährige Mädchen, das in der Leitstelle unter der Notrufnummer 112 anrief, weil sein Opa in der Wohnung gestürzt war. "Die hatte das besser im Griff als so mancher Erwachsene".

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Obwohl die Leitstelle rund um die Uhr immer mit mindestens zwei (werktags mit drei) Disponenten besetzt ist, laufen die Telefondrähte schon mal heiß. Das passiert zum Beispiel selbst dann, wenn das Wetteramt in Essen die Leitstelle vor Starkregen oder Windböen gewarnt hat und die Kollegen alle auf Unwetter vorbereitet sind. Denn wenn der Straßenkanal voll ist und das Regenwasser in die Keller läuft, geschieht das bei vielen Leuten gleichzeitig. Die Feuerwehr pumpt in so einem Fall alle Keller nacheinander leer, gleichzeitig geht nicht. Da müssen sich die betroffenen Bürger schon mal in Geduld üben und warten, bis sie 'an der Reihe' sind


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