Rheda-Wiedenbrück: 5 Verletzte - Bullifahrer flüchtet
Rheda-Wiedenbrück (ei). Weil der Fahrer eines Bullis laut Autobahnpolizei Bielefeld beim Wechsel der Fahrspur einen Fehler gemacht hatte, wurden Sonntagabend fünf Menschen leicht verletzt. "Da müssen gleich mehrere Schutzengel unterwegs gewesen sein", sagte Pressesprecher Friedhelm Burchard.
Wie er mitteilte, wollte der Bullifahrer aus Polen im Autobahnkreuz Rheda-Wiedenbrück auf der Richtungsfahrbahn Hannover vom rechten auf den mittleren Fahrstreifen wechseln. Darum bremste die Fahrerin eines nachfolgenden Skoda Octavia mit Gütersloher Kennzeichen voll. Sie verlor die Gewalt über den Kombi, der in die rechte Schutzplanke schleuderte.
Durch den Aufprall wurden der 14 Monate alte Säugling sowie das Ehepaar leicht verletzt und nach der ersten Behandlung an der Unfallstelle ins evangelische Krankenhaus Lippstadt gebracht. Der Bullifahrer fuhr zunächst weiter, konnte aber bei der eingeleiteten Fahndung im Raum Herford auf der
A2 angehalten werden.
Wegen der Trümmerteile, die über die gesamte Autobahn verteilt lagen, staute sich der Verkehr auf mehrere hundert Meter. In Höhe des Fahrbahnteilers zwischen Abbiege- und Hauptfahrbahn erkannte laut Burchard ein Mercedes-Fahrer - ebenfalls mit Gütersloher Kennzeichen - bei etwa 140 Stundenkilometern die Situation zu spät und fuhr auf einen Bielefelder Honda Civic auf. Dabei wurden die Ehefrau des Mercedesfahrers sowie der Fahrer des blauen Sportwagens leicht verletzt.
Die Feuerwehr rückte mit drei Rettungswagen aus Oelde und Rheda-Wiedenbrück an, ferner das Löschgruppenfahrzeug der hauptamtlichen Wache zur Absicherung der Einsatzstelle und zum Abstreuen ausgelaufener Betriebsstoffe. Es bildete sich ein kurzer Stau. Der Sachschaden wird auf rund 23.000 Euro geschätzt.
© Kreisfeuerwehrverband Gütersloh



