Rheda-Wiedenbrück: Feuerwehreinsätze
Rheda-Wiedenbrück (ei).
Eine äußerst unruhige Nacht verlebten die Feuerwehrleute der Doppelstadt in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch: Gleich drei große Einsätze forderten das Engagement der ehrenamtlichen Helfer, zunächst brannte ein Lkw an der Kupferstraße, anschließend Thermoöl bei Tönnies und um 5.40 Uhr gab es einen schweren Unfall auf der A2.
28.6.2011
Um 22.55 Uhr bemerkte der Fahrer eines Lastzuges, dass sein Führerhaus, in dem er eigentlich schlafen wollte, brennt. Auf dem Gelände einer Spedition an der Kupferstraße im Ortsteil Lintel fuhren die Kollegen die jeweils neben dem betroffenen Lkw stehenden Trucks zur Seite, um größeren Schaden zu vermeiden. Das Führerhaus brannte völlig aus und dürfte nur noch Schrottwert haben.
Die Feuerwehr wurde alarmiert, als die ersten Kräfte des Löschzuges Lintel eintrafen brannte das Führerhaus bereits in voller Ausdehnung, der Brand drohte auf den Auflieger überzugreifen. Mit einem Schaumangriff wurde er abgelöscht, einige Glutnester mussten nachträglich mit Wasser gelöscht werden. Zur Unterstützung war auch der Löschzug Wiedenbrück angerückt.
Vier Feuerwehrleute rüsteten sich unter Einsatzleitung von Stadtbrandinspektor Ulrich Strecker mit Atemschutzgeräten aus, um die giftigen Rauchgase nicht einatmen zu müssen. Der Löschschaum wurde noch in der Nacht durch ein Spezialunternehmen aufgesaugt und entsorgt.
29.6.2011
Kaum waren die Linteler Feuerwehrleute um 1.35 Uhr wieder am Gerätehaus, kam es gleich zum nächsten Einsatz: Beim Fleischwerk Tönnies hatte die Brandmeldeanlage ausgelöst - heißes Öl war in Brand geraten. Zur Unterstützung des Löschzuges Rheda rückten auch die Löschzüge Wiedenbrück und Lintel aus.
"Das Thermoöl wird quasi als Wärmetauscher in der Anlage verwendet, dass mehr als 200 Grad heiße Öl erhitzt das Speiseöl, in dem das Endprodukt zubereitet wird", erläutert Stadtbrandinspektor Strecker die betroffene Anlage. Die Feuerwehr, die mit rund 75 Einsatzkräften und zwölf Fahrzeugen anrückte, "nahm den Brandherd quasi in die Zange", so Strecker weiter.
Während man von einer Seite mit einem Schaumangriff gearbeitet hätte, habe man von der anderen Seite mit normalen Löschwasser gearbeitet, beschreibt der Feuerwehrchef die Einsatztaktik. Rund ein dutzend Feuerwehrleute rüsteten sich mit Atemschutzgeräten aus und konnten den Schaden gering halten. "Durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr dürfte sich der Schaden für das Unternehmen in Grenzen halten, so Strecker am Mittwochmittag. Während die ersten Kräfte gegen 4 Uhr abrücken konnten, dauerte der Einsatz bis kurz nach neun Uhr, also siebeneinhalb Stunden.
29.6.2011
Vier Schwerverletzte forderte schließlich gegen 5.40 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall auf der A2 in Fahrtrichtung Dortmund, etwa eineinhalb Kilometer vor der Anschlußstelle Herzebrock-Clarholz.
Nach ersten Angaben der Polizei war ein 35-Jähriger Franzose mit einem silberfarbenen Van vermutlich am Steuer eingeschlafen und nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Im Bereich der Unfallstelle beginnt eine Leitplanke, der Wagen wurde so auf die Seite gekippt und schleuderte in eine Böschung. Der silberne Renault Espace blieb auf der Beifahrerseite liegen. Zunächst war gemeldet worden, die Pkw-Insassen könnten das Fahrzeug nicht ohne Hilfe verlassen. Darauf hin wurden die Löschzüge Rheda, Wiedenbrück und St. Vit alarmiert, doch sowohl der Fahrer als auch der gleichaltrige Beifahrer und ein 20-Jähriger Mitfahrer konnten ebenso wie ein achtjähriges Mädchen den Wagen ohne technische Hilfe verlassen.
Eine Notärztin versorgte die Verletzten an der Unfallstelle, die anschließend in umliegende Krankenhäuser eingeliefert wurden. Zunächst war für etwa eine Stunde der rechte und mittlere Fahrstreifen gesperrt, anschließend nur noch der rechte. Im morgendlichen Berufsverkehr bildete sich ein Kilometer langer Stau. An dem Espace entstand Totalschaden.
© Kreisfeuerwehrverband Gütersloh








