Rheda-Wiedenbrück: Auffahrunfall unter Eheleuten

Rheda-Wiedenbrück (ei). Eine 47-Jährige Frau aus Rheda-Wiedenbrück ist am frühen Dienstagmorgen nach einem Ehestreit gegen 1.20 Uhr auf der Varenseller Straße im Ortsteil Lintel in ihrem Mercedes SL 350 schwer verletzt worden. Der Roadster prallte gegen zwei Bäume und schleuderte wieder auf die Straße, ehe der Wagen in Flammen aufging und völlig ausbrannte. Vorausgegangen war nach Polizeiangaben eine Auseinandersetzung der beiden Ehepartner. "In dessen Verlauf hat die 47-jährige Frau mit ihrem Mercedes das Haus verlassen und war auf der Varenseller Straße in Richtung Rheda-Wiedenbrück unterwegs", berichtete am Dienstagnachmittag Polizeisprecher Karl-Heinz Stehrenberg. "Ihr Ehemann hatte sich daraufhin im alkoholisierten Zustand in seinen Pkw gesetzt und war hinter seiner Frau hergefahren, um sie nach Hause zurück zu holen", erläuterte Stehrenberg weiter und fügt an: "Beim Überholvorgang auf der Varenseller Straße kam es dann zur Kollision beider Fahrzeuge, wobei der Porsche Cayenne gegen das Heck des Mercedes prallte. Die Frau hatte auf dem geraden Stück der Varenseller Straße zwischen Patersweg und Neuenkirchener Landstraße augenscheinlich stark abgebremst, als der nachfolgende Porsche auffuhr. Der Mercedes geriet dann nach rechts von der Fahrbahn, überfuhr den grünen Randstreifen und den Radweg, ehe er vor einen Baum prallte. Durch den Aufprall hob der Wagen ab und prallte etwa in einen Meter Höhe gegen einen weiteren Baum, ehe der Wagen zurück auf die Straße schleuderte und quer auf der Fahrbahn liegen blieb. Der Ehemann konnte den Porsche etwa 50 Meter hinter dem Mercedes zum Stehen bringen - Mitten auf der Fahrbahn. Der Mann zog seine Frau aus dem brennenden Mercedes, sie musste zunächst notärztlich behandelt werden, ehe sie ins Vinzenz-Hospital eingeliefert wurde. Dem Vernehmen nach rief der Mann zunächst seinen Sohn an, ehe er Polizei und Feurwehr alarmierte. Der Löschzug Lintel löschte den lichterloh brennenden Luxuswagen mit Schaum ab, nur unter Atemschutzgeräten konnten die Feuerwehrleute unter Leitung von Löschzugführer Helmut Niemeier in dem dichten Rauch arbeiten. Ferner wurde die Straße mit starken Strahlern ausgeleuchtet. Zwei Sachverständige machten sich im Auftrag der Staatsanwaltschaft Bielefeld ein Bild des Geschehens und sicherten die Unfallspuren, um den genauen Ablauf zu rekonstruieren. Die Varenseller Straße war bis gegen 9 Uhr gesperrt, Mitarbeiter des Bauhofes hatten am Morgen Warnbaken aufgestellt. Auch Beamte der Gütersloher Kriminalpolizei waren vor Ort. Dem Mann wurde aufgrund eines richterlichen Beschlusses eine Blutprobe entnommen, sein Führerschein wurde ebenso beschlagnahmt wie die beiden Pkw. Die 47-jährige Frau war am Dienstagnachmittag nicht vernehmungsfähig, ihr Gesundheitszustand sei aber stabil, teilte die Polizei mit.Der Schaden wird von der Polizei auf rund 90.000 Euro geschätzt.

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