Schloß Holte-Stukenbrock: 2 Tote bei VU auf BAB 33

Schloß Holte-Stukenbrock (ei). Weil sie offenbar nicht angeschnallt war, wurde in der Nacht zum Sonntag eine 48-Jährige Frau aus Paderborn aus einem Audi geschleudert und von nachfolgenden Pkw überrollt. Der Fahrer des Audi verstarb ebenfalls noch an der Unfallstelle, die Autobahn 33 in Fahrtrichtung Bielefeld war fast fünfeinhalb Stunden gesperrt. Wie die Autobahnpolizei mitteilt, war der Audi A3 mit Hochsauerlandkreis-Kennzeichen gegen 2.20 Uhr aus Richtung Paderborn kommend in Richtung Bielefeld unterwegs. Unmittelbar hinter der Anschlussstelle Stukenbrock-Senne verlor der Fahrer aus bislang ungeklärter Ursache die Gewalt über den Audi und schleuderte nach rechts von der Fahrbahn. Der PKWdurchfuhr die angrenzende Böschung und überschlug sich anschließend. Der Kompaktwagen wurde hierbei teilweise zerrissen und kam auf dem Dach liegend auf der Fahrbahn zum Stillstand. Die Fahrertür wurde aus ihrer Verabkerung gerissen und quer über die Autobahn geschleudert, Feuerwehrleute fanden sie später neben anderen Fahrzeugteilen jenseits der Richtungsfahrbahn Brilon im Acker. Der Fahrer war beim Eintreffen der ersten Helfer noch bei Bewusstsein. Die Notärztin aus Hövelhof konnte nach ihrem Eintreffen aber nur noch seinen Tod feststellen, die inneren Verletzungen waren so schwer, dass ein Überleben unmöglich war. Vier nachfolgende Pkw, darunter zwei aus Bielefeld, erkannten die Unfallstelle und die auf dem Asphalt liegende Frau zu spät. Zur weiteren Klärung, wer die Frau überfuhr, wurden die Fahrzeuge ebenso wie der Audi für weitere Untersuchungen von der Polizei sichergestellt. Zunächst war von drei Personen in dem Audi die Rede, zumal sollte der Audi-Fahrer eingeklemmt sein. Daher wurden von der Kreisleitstelle in Gütersloh die Löschzüge Schloss Holte und Stukenbrock alarmiert, ferner Rettungswagen aus Schloß Holte-Stukenbrock und Hövelhof sowie das Notarzteinsatzfahrzeug aus Hövelhof. Die Feuerwehrleute suchten die Böschung beidseitig der Autobahn ab, fanden aber glücklicherweise niemanden mehr. Die Autobahn war auf beiden Fahrspuren auf einer Länge von mehreren hundert Metern mit Trümmerteilen übersäht. Mit Hilfe einer Kehrmaschine musste die Fahrbahn nach der Spurensicherung gesäubert werden, ehe sie für den Verkehr wieder freigegeben wurde. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld beauftragte einen Sachverständigen der DEKRA aus Bielefeld mit der Rekonstruktion des Unfalls, für Rettungsarbeiten und Spurensicherung blieb die Autobahn rund fünfeinhalb Stunden voll gesperrt. Die schwer unter Schock stehenden - größtenteils jungen Autofahrer - wurden vor Ort durch den Notfallseelsorger der Feuerwehr, Wolfgang Bender, betreut. Drei junge Männer auf dem Weg über Polen nach Rumänien wurden in einem Hotel untergebracht. Der entstandene Schaden wird auf rund 30.000 Euro geschätzt. Die Identität des männlichen Fahrers, der im Pkw eingeklemmt war, steht noch nicht eindeutig fest. Die Ermittlungen hierzu dauern an.

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